Nach der Volkszählung: Hirtenbrief der evangelisch-lutherischen Bischöfe Ungarns

Nach der Volkszählung: Hirtenbrief der evangelisch-lutherischen Bischöfe Ungarns

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Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse aus der Volkszählung wandten sich die Bischöfe der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn, Péter Gáncs, Dr. Tamás Fabiny und János Szemerei in einem Hirtenbrief an die Mitglieder ihrer Kirche. Der Wortlaut sei hier wiedergegeben: Quelle: Deutschsprachiger Nachrichtendienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn

„Wir grüßen unsere Brüder und Schwestern am Geburtstag der Kirche, am Fest der vom Heiligen Geist geschenkten gemeinsamen Sprache, des Verstehens, des Gott- und Einanderfindens. Auch in unseren Tagen ist die gesunde Kommunikation lebensnotwendig, um einander in der Familie, der Kirche, der Heimat besser zu verstehen.

Die gemeinsame Sprache ist unverzichtbar, um die uns anvertraute Frohe Botschaft weitergeben zu können. Die Zahlen der letzten Volkszählungen haben uns damit konfrontiert, dass immer mehr Menschen gleichgültig zur Lehre und zum Dienst der Kirche stehe. Eine ernste missionarische Herausforderung sind zudem die mehreren zehntausend Glaubensgeschwister, die sich nach Angaben des Zentralen Amtes für Statistik als zur evangelisch-lutherischen Kirche zugehörig bekannt haben, die wir jedoch nicht kennen, zu denen wir noch keinen Weg gefunden haben.

Unser Auftrag ist, dass alle Geschwister, die sich als evangelisch-lutherisch fühlen, auch sichtbar evangelisch-lutherisch seien und eine wirkliche geistliche Heimat in einer unserer Gemeinden finden mögen. Hierfür müssen wir unsere festen Burgen zu attraktiven, einladenden geistlichen Heimaten formen, wo Suchende auf offene, aufnehmende Geschwister und eine wirkliche Gemeinschaft treffen.

Es genügt nicht, die für uns bislang namen- und gesichtslosen Glaubensgeschwister „nach Hause zu erwarten”. Der Geist Pfingstens kann uns bewegen, dass auch wir auf den Spuren unseres auferstandenen Herrn, des Guten Hirten, aufbrechen, um die verlorenen, sich verlaufen oder versteckt habenden „Familienmitglieder” ausfindig zu machen. In diesem Dienst des Suchens kann die Religions- und Ethiklehre, die es zu organisieren gilt, ebenso eine Hilfe sein, wie die zeitgemäßen Kommunikationsmittel, die indessen die persönliche Einladung von Seele zu Seele nicht ersetzen können.

Am Pfingstfest bekommen wir die Chance, auf Jesus und aufeinander zu treffen. Mit dieser lebendigen und Leben schaffenden Hoffnung wollen wir ausdauernd um den Geist der Kraft, der Liebe und der Nüchternheit beten, die alleine in der Lage ist, unsere Kirche zu bewahren und zu erneuern. Lebendiger Geist Gottes, komm!” 

 

 

Címkék: Hirtenbrief - Bischof - Pfingsten -

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